
Mittwoch, 31. August 2011
Trotz Strahlenalarm: Anwohner dürfen nicht gegen Gorleben-Castor klagen
Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat zwei Klagen von Anwohnern der Castor-Strecke Lüneburg – Dannenberg abgewiesen. Grundsätzlich seien Anwohner nicht befugt, gegen Atommülltransporte vor Gericht zu ziehen, um diese zu verhindern. Parallel wurde im Zwischenlager Gorleben eine mögliche Überschreitung der Strahlengrenzwerte erechnet. Atomkraftgegner fordern, weitere Einlagerungen sofort zu stoppen.


Dienstag, 30. August 2011
Kaltreserve-AKW ist vom Tisch!
Auch die Atomkraftwerke Biblis-B und Philippsburg-1 werden wohl endgültig stillgelegt. Die Bundesnetzagentur verzichtet auf die Wiederinbetriebnahme als “Kaltreserve” bis zum Winter 2013, um Stromengpässe auszugleichen. Ein weiterer Erfolg im Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland.
Montag, 29. August 2011
Kritik unerwünscht: Schacht Konrad wird beschleunigt
Nun doch 2014. Schon in 3 Jahren soll erster Atommüll im ehemaligen Eisenerzbergwerk Schacht Konrad eingelagert werden. Nachdem die Stadt Salzgitter die weiteren Genehmigungen erfolgreich blockiert hatte, will sich nun das Sozialministerium um eine endgültige Bauerlaubnis kümmern. Atomkraftgegner fordern den Stopp des Projekts, denn die Tiefenlagerung von Atommüll ist schon lange nicht mehr Stand von Wissenschaft und Technik.
Mittwoch, 24. August 2011
Netzagentur erwägt AKW Philippsburg als Reservekraftwerk
Das Atomkraftwerk Philippsburg-1 soll nach Willen der Bundesnetzagentur bis zum Winter 2013 weiterlaufen. Sollte die Landesregierung Baden-Württembergs keine Alternative nennen, würde der alte Meiler als “Kaltreserve” eingesetzt werden. Atomkraftgegner warnen vor unkalkulierbaren Risiken des Siedewasserreaktors der Baureihe 69.


Dienstag, 23. August 2011
Todeszone Atomkraftwerk
Der Umkreis von 20 Kilometer um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima wird über Jahrzehnte Sperrgebiet bleiben. Weil es zur Überschreitung von internationalen Grenzwerten käme, dürften die Menschen in diesem Gebiet ihre Heimat für lange Zeit nicht mehr betreten. In Deutschand planen die Behörden bei einem schweren Unfall einen Umkreis von 10 Kilometern zu räumen. “Diese irreale Katastrophenplanung muss endlich ein Ende haben – und das Eingeständis folgen, dass ein effektiver Bevölkerungsschutz bei einem GAU nicht möglich ist” fordern Atomkraftgegner.
AKW Biblis-B als Kaltreserve verhindern!
Nach dem Willen der Bundesnetzagentur soll ein Atomkraftwerk eine gewisse Zeit für den Fall von Stromengpässen als Reserve am Netz bleiben. Als einer der Meiler, die im „Standby-Modus“ betrieben werden könnten, wird immer wieder Biblis B genannt. Doch seit 1991 hat sich jeder vierte Störfall im Anfahrprozess in Biblis ereignet. Atomkraftgegner fordern, alle Reaktoren sofort und endgültig stillzulegen.
Freitag, 19. August 2011
Atomausstieg? Die Wahrheit Teil 23: Hermesbürgschaften sorgen für den nächsten GAU
Deutschland steigt aus. Bis 2022 sollen in einem Stufenplan alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, das erste bereits 2015. Schwarz/gelb feiert das eigene Einknicken im Fortbestand der Atomenergie als Erfolg, rot/grün stimmt mit dem Argument “alternativlos” zu. Doch mithilfe von Hermesbürgschaften zum Bau neuer Atomkraftwerke hilft die Bundesregierung zahlreichen Staaten ihre Atomprojekte zu realisieren.
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